Fragwürdige Seniorenbeiratswahl in Linden

Fraktionsvorsitzende Gudrun Lang

Der Versand der Stimmzettel zur Seniorenbeiratswahl vor einigen Tagen löste bei vielen Wahlberechtigten Unverständnis aus. Die Wahl zum Seniorenbeirat geht auf einen Antrag der SPD-Fraktion aus November 2019 zurück. Zeit genug also, Vorbereitungen zu treffen um eine Wahl ordnungsgemäß durchführen zu können. Aber nein: So sollten die Bewerber im lokalen Mitteilungsorgan und in der örtlichen Presse vorgestellt werden, was bedauerlicherweise versäumt wurde.

Wer also sind die Bewerber, die auf der Liste stehen? Nach § 2 der Geschäftsordnung sollen die Bewerber parteipolitisch unabhängig, überkonfessionell und verbandsunabhängig sein.

Leider erfolgte keine Vorstellung, um sich ein Bild der Bewerber zu machen.

Auch das Prozedere der Wahl, wie viele Bewerber sind zu wählen die Auswahl zu ja/ nein, Enthaltung ist nicht vorgesehen und weitere “Merkwürdigkeiten“, das bei neun möglichen wählbaren Kandidaten, neun Plätze zu besetzen sind.

Dies eine Wahl zu nennen, ist geradezu eine Farce.

Dem Stimmzettel lag weder eine Wahlberechtigung, noch ein freigemachter Rückumschlag bei.

Gudrun Lang, Fraktionsvorsitzende der SPD, erklärte, es sei so doch sehr einfach möglich, den Stimmzettel zig-fach zu kopieren und abzugeben. Sollte die Wahl tatsächlich derart unprofessionell durchgeführt werden, sei eine Anfechtung eine durchaus zu überlegende Alternative.