SPD Linden wählt Vorstand neu – Klares soziales und ökologisches Profil für Linden

Die SPD Linden hat am 5. April 2019 ihren Vorstand neu gewählt und ein klares soziales und ökologisches Profil für die Entwicklung der Stadt in den kommenden zwei Jahren festgelegt.

Bis zur Kommunalwahl wollen sich die Sozialdemokraten mit ihren politischen Partnern in der Stadtverordnetenversammlung stark machen für:

  • Kostenfreie Bildung von der Kita bis zum Meisterbrief und zum Hochschulabschluss. Einen ersten Schritt zur Senkung der Beiträge für die Kindertagesstätten habe Linden gemacht. Ein weiterer müsse folgen, so die SPD
  • Bezahlbarer Wohnung für alle, unabhängig vom Geldbeutel, besonders für kleine und mittlere Einkommen, und eine gute Durchmischung von Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern, ob Miete oder Eigentum, ob privat oder öffentlich gebaut.
  • Eine verstärkte Zusammenarbeit von Kita, Schule und Vereinen, um Freude an Bewegung noch stärker im Leben junger Menschen zu verankern
  • Ein wirklich barrierefreies Linden, in dem Menschen mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl sicher auf Gehwegen all ihre Ziele erreichen und nicht auf die Straße ausweichen müssen
  • Ein mobileres Linden, in dem Menschen freiwillig auf ihr Auto verzichten, weil die öffentlichen Angebote gut und komfortabel sind. Die Anschaffung und der Betrieb eines „Bürgerbusses“ und die Anbindung der Stadt an das Busnetz der Stadt Gießen seien dabei wichtige Bausteine eines abgestimmten, überzeugenden Verkehrskonzepts
  • Mehr Fürsorge für Klein- und Kleinstlebewesen, mehr vernetzte Blühwiesen für Bienen und Insekten und Initiativen zur Müllvermeidung, die von jedem Bürger und jeder Bürgerin mitgetragen werden können

Der Ortsvereinsvorsitzende der SPD Linden, Frank Steibli, konnte in seinem Rechenschaftsbericht auf ein Jahr zurückblicken, in dem 37 Veranstaltungen angeboten worden waren und das geprägt war von zwei hoch engagierten Wahlkämpfen, die leider nicht von Erfolg gekrönt waren. Der verlorene Landtagswahlkampf führte letztendlich nun auch dazu, dass Thorsten Schäfer-Gümbel nach zehn Jahren seine Parteiämter abgibt und eine neue Aufgabe außerhalb der Politik übernehmen wird. Bei allem Bedauern über diesen Verlust, wünscht ihm der Ortsverein Linden viel Glück.

Ein Novum in der Ortsvereinsgeschichte war der gemeinsame Bürgermeisterwahlkampf mit Grünen, FDP und Freien Wählern. Großes Thema war dabei die Wegeumlegung an der Grube Fernie. Tiefes Unverständnis herrscht bei den Sozialdemokraten darüber, dass eine Partei wie die CDU, die am Oberhof für einen Autobahnanschluss eine große Menge Bäume fällen will, nunmehr selbst nach der Beschlussfassung durch die Stadtverordnetenversammlung um jeden Strauch an der Grube Fernie kämpft. Auch wenn die Bewertung der Grube Fernie als FFH-Gebiet gut ist, so kann es doch durch diese jetzt von der politischen Mehrheit in Linden beschlossenen Maßnahme für die Zukunft noch besser gemacht werden. „Unsere Kinder und Enkel werden sich dereinst freuen über blühende Landschaften und eine abwechslungs- und artenreiche Tier- und Pflanzenwelt“, so Steibli.

Im Übrigen konnten durch das Bündnis von SPD, Grünen, Freien Wählern und FDP die Straßenausbaubeiträge abgeschafft und der Neubau der Turnhalle der Anne-Frank-Schule beschlossen werden. Letzteres war durch die Lindener Rathausspitze über Jahre hinausgezögert, die Verhandlungen mit dem Kreis verschleppt worden. „Nun müssen wir mehr Geld auf den Tisch legen als nötig“, so Steibli. „Die CDU hat der Stadt und ihren Bürgern einen Bärendienst erwiesen durch ihre Verhandlungstaktik.“

Am Ende seiner Ausführungen wies Frank Steibli auf die bevorstehende Europawahl hin und warb für ein soziales Europa, das nur durch eine starke SPD gelingen könne. Außerdem hielt er fest: „Noch nie gab es eine solche lange Zeit des Friedens auf dem Kontinent wie jetzt mit der EU.“

Der Vorstand wurde anschließend einstimmig entlastet.

Der neue Vorstand setzt sich nach den Wahlen wie folgt zusammen:
Vorsitzender: Frank Steibli (einstimmig wiedergewählt)
Stellvertreterinnen: Gudrun Lang, Antje Markgraf (beide einstimmig wiedergewählt)
Schriftführer: Uwe Markgraf (einstimmig wiedergewählt)
Kassierer: Wolfgang Gath (nicht zur Wahl stehend in 2019)
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit: Ellen Buchborn-Klos (nicht zur Wahl stehend in 2019).
Beisitzer: Sigrid Weitze (neu), Horst Weitze (wiedergewählt), Hermann Döll (wiedergewählt), Dirk Seim, Dirk Schimmel, Nico Neufeld (alle drei nicht zur Wahl stehend 2019).

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