„Ein Bürgermeister hat zu versöhnen, nicht zu spalten“

„Gäbe es am 9. Dezember keine Bürgermeisterwahl, die Verlegung des Weges um die Grube Fernie wäre kein Thema und schon längst im Gange. Der Amtsinhaber sucht verzweifelt nach einem Wahlkampfthema und hat sich das falsche ausgesucht“, kritisierte heute der Vorsitzende der SPD Linden, Frank Steibli.

Die Debatte um die Grube Fernie sei „ein Armutszeugnis für den aktuellen Rathauschef“, so Steibli. „Ein Bürgermeister muss versöhnen, muss unterschiedliche Interessen zusammenführen. Was aber tut er? Er polarisiert und spaltet und tut am Ende nichts für die Zukunft dieses wichtigen Naturschutz- und Naherholungsgebietes“. Er hätte frühzeitig darüber informieren müssen, dass es hier um die Versöhnung von Mensch, Tier und Natur geht und nicht darum, wer sich durchsetzt. Tiere und Pflanzen hätten immer das Nachsehen, wenn Menschen sich nicht kümmern und sie schützen. Die Verlegung eines kleinen Stück des Weges um die Grube Fernie sei ein Kompromiss zwischen den Lindenern einerseits und den dort siedelnden Tieren und Pflanzen anderseits.

Gerade für die, die Naherholung suchen und ihren Kindern und Enkeln eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt zeigen wollen, denen sollte eine Erhöhung der Attraktivität der Grube Fernie am Herzen liegen. „Damit macht man nicht krawalligen Wahlkampf!“ Mit Felix Koop bekomme Linden, da ist sich Steibli sicher, einen Bürgermeister, der die Sensibilität besitze, auch ein solches Naturthema verständnisvoll und klug durch eine politische Debatte zu führen und allen Argumenten einen Platz einzuräumen, ohne dass am Ende die Tiere und Pflanzen auf der Strecke bleiben. „Man muss wahrlich kein Tier- und Pflanzenfreund sein um zu sehen, dass eine Unterschriftenkampagne gegen die Umwelt mehr Schaden als Nutzen für die Stadt Linden und ihre Bürger stiftet“, sagte der SPD-Vorsitzende.