Gudrun Lang
Gudrun Lang

Im Nachgang zur letzten Sitzung der Lindener Stadtverordnetenversammlung kritisiert die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Gudrun Lang die Stadt Linden. Die SPD-Fraktion hatte per Berichtsantrag die Betreuungssituation abgefragt, und Bürgermeister König musste einräumen, dass im nächsten Kindergartenjahr eine zweistellige Anzahl von Kindergartenplätzen für 3 bis 6-jährige Kinder fehlen werde. Derzeit bemüht sich die Stadt im Stadtzentrum leerstehende Gewerbeflächen anzumieten, um dort Kinder betreuen zu können.
Die SPD Fraktion hatte schon in vorhergehenden Sitzungen darauf hingewiesen, dass durch die veränderte Belegung mit jüngeren Kindern, die Betreuungsplätze weniger werden. Bürgermeister Jörg König sah darin kein Problem, obwohl dies leicht zu errechnen war. „Es scheint der Stadt nicht klar zu sein, dass Eltern einen einklagbaren Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz haben“, vermutet SPD-Pressesprecher Dirk Schimmel: „Nur der Tatsache, dass der evangelische Waldkindergarten eine zweite Gruppe eröffnet, verdanken wir es, dass in Linden nicht der Betreuungsnotstand entsteht.“
Längerfristig ist sicher darüber nachzudenken, ob ein weiterer Kindergarten gebaut werden sollte, da auch das neue Baugebiet „Nördlich breiter Weg“ Familien mit Kindern anzieht.

Bild von Sebastian Körn
Sebastian Körn

Der neue SPD-Ortsvereinsvorsitzende Sebastian Körn verwies noch einmal auf die beiden SPD-Anträge zur Schaffung eines Präventionbeirates zur Kriminalitätsvorbeugung und zur künstlichen DNA. Eigentumsdelikte, insbesondere Wohnungsein- und Autoaufbrüche seien in Linden in den letzten Wochen ein Thema gewesen, dass die Bürgerinnen und Bürger mit großer Sorge erfüllt.
Der freiwillige Polizeidienst habe weder Delikte verhindern, noch das Sicherheitsempfinden der Menschen steigern können. Ein Präventionsbeirat – nach dem Vorbild anderer Kommunen – bringt die Gremien der Stadt, Polizei und Bürger an einen Tisch, mit dem Ziel gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Die Beteiligung der Stadt mit den Bürgern am Projekt „Künstliche DNA“ macht es den Verbrechern schwerer, ihre Beute weiter zu verkaufen. Bei der künstliche DNA werden Gegenstände mit einer unsichtbaren Flüssigkeit versehen, die nach einem Diebstahl dem Besitzer nach wieder auffinden zugeordnet werden können.
„Es gibt Hinweise, dass in Kommunen, die mit künstlicher DNS arbeiten und dies öffentlich machen, die Wohnungseinbrüche und andere Diebstahlsdelikte zurückgegangen sind,“ erläutert SPD-Chef Körn.
Unzufrieden zeigten sich die Sozialdemokraten mit dem Umstand, dass die Stadtverordnetenversammlung den Weg frei gemacht hat, für die Bebauung der alten Gärtnerei in der Bahnhofstraße mit Eigentumswohnungen.

Antje Markgraf
Antje Markgraf

„Erst sollte sich die Stadt Gedanken machen, wie sie die alte Ortslage gestalten möchte. Wir vermissen ein Gesamtkonzept für dieses Gebiet“, so die Stadtverordnete Antje Markgraf.
Hier werden die Interessen eines Bauträgers bedient, ohne die verkehrliche Situation zu bedenken. Diese Anzahl an seniorengerechten Eigentumswohnungen ,,bringen einiges an Fahrzeugbewegungen mit sich, da es keine Einkaufsmöglichkeiten gibt, die zu Fuß zu erreichen sind. Und dies in einem Gebiet, in dem sich zwei Kindertagesstätten mit Bring- und Abholverkehr befinden.“
„Bleibt nur zu hoffen, dass alle Verkehrsteilnehmer hier in Zukunft rücksichtsvoll miteinander umgehen und auf einander achten, besonders auf die Kleinsten und Schwächsten!“, so Markgraf abschließend.

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