ehrungenEHRUNG Zum Lindener SPD-Neujahrsempfang Auszeichnungen an SPD-Mitglieder verteilt

LINDEN – (ee). Ehrungen prägten den Neujahrsempfang der Lindener SPD im Landgasthof „Zum Löwen – beim Philipp“ in Leihgestern. Stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende und Fraktionsvorsitzende Gudrun Lang konnte zudem als Gastredner Unterbezirksvorsitzenden und Bundestagskandidaten Matthias Körner begrüßen.

Mit einem Rückblick auf 2016 zitierte Lang Mahatma Ghandi mit den Worten „Wir selbst müssen die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen“ und appellierte: „Wir können Einfluss darauf nehmen, das wir für ein soziales und gerechtes Miteinander stehen“. Die Kommunalwahl habe leider keinen Zuwachs gebracht. „Wir konnten jedoch in Gesprächen unsere Position stärken, und einige Anträge umsetzen. So erfuhr das Ehrenamt eine Wertschätzung durch die Einführung des Ehrenamtspreises. Unser Bestreben wird auch weiterhin sein, die soziale Komponente in die Lindener Stadtpolitik einzubringen.“ In diesem Jahr gebe es noch vielfältige Aufgaben im Bereich bezahlbarer Wohnraum, und auch bei der Verbesserung der verkehrlichen Situation bestehe weiter Handlungsbedarf.

Unterbezirksvorsitzender Matthias Körner forderte in seiner Neujahrsrede dazu auf, wieder mit den Menschen darüber zu reden, wofür die SPD stehe, denn dies sei in der Vergangenheit vernachlässigt worden. Überhaupt gehe es darum, das bestehende System wieder zu restabilisieren. Dieses sei in den vergangenen Jahrzehnten von anderen Kräften angegriffen worden. „Es gab Entwicklungen die dazu geführt haben, dass Arbeit immer billiger wurde“, mahnte Körner und verwies auf die aktuelle Situation beim Busfahrerstreik. Gerade in diesem Segment sei Arbeit sehr entwertet worden. „Wir werden diese Entwicklung wieder rückgängig machen müssen. Wir müssen mit den Leuten darüber reden.“ Dabei gehe es aber auch darum, das Auseinanderbrechen der Gesellschaft zu verhindern, wenn der Zugang zu Bildung verhindert werde. „Wir müssen aufpassen, eine große Masse von Menschen hervorzubringen, die aufgrund ihrer Bildung keine Chance haben, am Leben teilzunehmen. Es könne auch nicht angehen, nach einem erfüllten Arbeitsleben in die Altersarmut zu rutschen. Hier müsste gegengesteuert werden.“ Geehrt wurden für zehnjährige Mitgliedschaft Dr. Michaela Goll, Reinhold Heil und Dirk Seim. Bereits seit einem Vierteljahrhundert halten Susanne Spangenberg, Uwe Markgraf und Klaus Zubrod der SPD die Treue. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurde Jürgen Jung und für 50-jährige Zugehörigkeit Horst Braun gedankt.

Beifall gab es für Lothar Lang, der als zweitälteste Mitglied des Ortsvereins Rekordhalter an Mitgliedsjahren ist und der SPD bereits vor 65 Jahren beitrat. Er war lange Jahre SPD-Ortsvereinsvorsitzender, nachdem er zuvor von 1972 bis 1977 den Ortsverein Großen-Linden als Vorsitzender leitete.


 

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