Die neue Fraktionsvorsitzende Gudrun Lang
Die neue Fraktionsvorsitzende Gudrun Lang

Zu einer ersten Sitzung nach der Kommunalwahl kamen der Vorstand des SPD Ortsvereins Linden und die neu gewählten Stadtverordneten zusammen. Im Zentrum der Gespräche stand dabei die Bewertung des Wahlergebnisses für Linden und die Wahl der Fraktionsspitze. „Angesichts der Verluste der großen Volksparteien in nahezu allen hessischen Kommunen, können wir mit den 0,2 Prozent Stimmen, die wir bei dieser Wahl verloren haben, gut leben“, resümiert Lindens SPD-Ortsvereinsvorsitzender Sebastian Körn das Ergebnis der Kommunalwahl. Körn zeigte sich zufrieden, dass die SPD-Fraktion weiterhin zehn Mandate stark sein wird, „obwohl wir uns mehr gewünscht hätten. Da war der Trend einfach gegen uns.“

SPD-Spitzenkandidatin Gudrun Lang wird die Fraktion als Vorsitzende durch die kommende Wahlperiode führen. Einstimmig wurde sie von den gewählten Mitgliedern der neuen Fraktion für dieses Amt gekürt. Ihre Stellvertretung werden die Vorsitzenden der Arbeitskreise der Fraktion übernehmen, wenn nach der konstituierenden Sitzung der neuen Stadtverordnetenversammlung die Besetzung der Ausschüsse feststeht. Die Fraktionsvorsitzende freute sich darüber, „dass die neue Fraktion jünger und ‚weiblicher‘ geworden ist.“ Durch die gewonnenen Mandate von Antonia Kühne (20 Jahre jung) und Alisha Weitze (26) setzt sich die SPD-Fraktion zukünftig paritätisch aus Frauen und Männern zusammen. „Das war ein Wahlziel der SPD und wir freuen uns, dass die Wählerinnen und Wähler dies so entschieden haben“, so Lang, die sich für die von ihnen geleistete Arbeit herzlich bei Timo Klös, Uwe Markgraf und Horst Weitze bedankte, die der Fraktion nicht mehr angehören werden.

Was die Machtverhältnisse in der künftigen Stadtverordnetenversammlung angeht, waren sich SPD-Fraktion und Ortsvereinsvorstand darüber einig, dass „der Ball jetzt im Feld der größten Fraktion, also der CDU, liegt.“, so die Fraktions- und stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Gudrun Lang. Zwar haben die bisherigen Mehrheitsfraktionen ihre Mehrheit noch um ein Mandat ausbauen können, doch seien in jüngster Zeit „atmosphärische Störungen zwischen CDU und FW unübersehbar gewesen.“ Theoretisch seien auch Mehrheiten ohne die größte Fraktion denkbar. „Die Lindener SPD wird sich jedenfalls keinem Gespräch verschließen“, teilt SPD-Pressesprecher Dirk Schimmel mit.

Facebooktwitterpinterest