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2016-01-24 18.18.33SPD-Fraktion und Ortsvereinsvorstand auf Klausur in Oberaula

Die Rahmenbedingungen sind schwieriger geworden. Das reiche Linden war nur ein Mythos, die Stadt kämpft mit der Finanzierung ihrer kommunalen Aufgaben wie alle anderen Städte und Gemeinden in Hessen. Neue Gewerbeflächen können nur noch in Zusammenarbeit mit anderen Kommunen geschaffen werden, das letzte Baugebiet steht in Kürze zur Bebauung an. Die SPD Linden will die Stadt als attraktiven Wohnstandort erhalten und entwickelt Ideen für eine gute Zukunft. Dazu trafen sich die SPD-Stadtverordnetenfraktion und der Ortsvereinsvorstand zu einer gemeinsamen Klausurtagung im nordhessischen Oberaula.

„Die hessische Landesregierung wird ihrer Aufgabe nicht gerecht, die Kommunen für ihre Aufgaben finanziell angemessen auszustatten“, so SPD-Vorsitzender Sebastian Körn. Mit der Neuordnung des kommunalen Finanzausgleichs, stelle das Land Linden im Vergleich zu anderen Kommunen deutlich schlechter. Das erfordere kreative und innovative Projekte für die Zukunft Lindens.

Eine Chance, die nicht verspielt werden dürfe, sei die Sanierung des Bahn-Viadukts durch die Bahn AG. Die Verbreiterung des Viadukts biete die Möglichkeit, die notwendige Erschließungsstraße für das Baugebiet Nördlich Breiter Weg dort anzuschließen und damit das Industriegebiet Lückebachtal an die Gießener Straße anzuschließen. „Diese innerörtliche Verbindung lässt den Verkehr zur Autobahn, aus Richtung Pohlheim und vom Mühlberg kommend, durch das Industriegebiet abfließen und entlastet so die beiden alten Ortskerne und den Forst“, erklärt SPD-Spitzenkandidatin Gudrun Lang: „Für diese Lösung streiten wir seit mehr als einem Jahrzehnt.“ Durch die Sanierung des Viadukts böte sich nun eine einmalige Chance, die von Lindens Grünen und Freien Wählern offenbar nicht erkannt werde.

Ein bedauerliches Dauerthema in Linden sei die Kinderbetreuung. Der Ausbau der U3-Betreuung habe zu einem Mangel an Plätzen für Ü3-Kinder geführt. Leider habe die Stadt die Warnungen seitens der SPD ignoriert und trotz des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz führe die Stadt Wartelisten. Man dürfe gespannt sein, ob Linden in den nächsten Jahren noch einen weiteren Kindergarten bauen müsse. Vordringlichen Bedarf sehen Linden Sozialdemokraten im Ausbau der Tagespflege. Es sei wichtig, dass in einer alternden Gesellschaft pflegende Angehörige durch solche Angebote zeitweise entlastet werden könnten.

Personell gut aufgestellt, sieht sich Lindens SPD hinsichtlich der Kommunalwahl am 6. März. „Wir präsentieren den Wählerinnen und Wählern eine gelungene Mischung aus Frauen und Männern, angeführt von unserer Spitzenkandidatin Gudrun Lang, sowie aus langjähriger kommunalpolitischer Erfahrung und jungen, engagierten Kräften“, so Pressesprecher Dirk Schimmel. Man stelle mit Freude fest, inzwischen von allen anderen Fraktionen in der Lindener Stadtverordnetenversammlung kopiert zu werden: „Lindens Grüne schreiben bei uns die Themen ab, siehe Jugendpfleger und interkommunale Zusammenarbeit in Sachen erneuerbarer Energie. Die Freien Wähler veranstalten einen Fotowettbewerb, wie wir das im letzten Bürgermeisterwahlkampf getan haben. Und die CDU schließlich verteilt über die Lindener Nachrichten – im übrigen sehr gelungene – Postkarten an alle Lindener Haushalte, wenige Wochen nachdem die SPD eine solche Aktion durchgeführt hatte. Soviel Sozialdemokratie war selten in Linden. Das tut Linden gut!“, so Schimmel abschließend.

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